Regelmarkt

Regelmarkt für Solarstrom

Regelleistungsmarkt erklärt

1. Was bedeutet Regelleistung? Was ist der Regelleistungsmarkt?

Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB; TenneT, Amprion, 50Hertz und TransnetBW) müssen sicherstellen, dass die Menge an Strom, welche Verbraucher in einem Gebiet benötigen und die Menge, welche kontinuierlich in dieses Netz eingespeist wird, sich die Waage halten. Nur so ist das Netz stabil. Was keine leichte Aufgabe ist: Die Nachfrage schwankt mit jedem Druck auf einen Lichtschalter; die Stromproduktion von Solar- und Windanlagen mit jeder Wolke oder Windböe.

Deshalb müssen die Netzbetreiber jederzeit Reservekapazitäten vorhalten, die kurzfristig Strom bereitstellen können. Auch ein Überangebot an Strom destabilisiert das Netz. In diesem Fall muss es dem Netzbetreiber möglich sein, beispielsweise bei einem Staudamm den Hahn etwas zuzudrehen der ein Kraftwerk herunter zu regeln. Zwischenspeichern in Batterien ist eine andere Möglichkeit. Je kürzer dabei die Reaktionszeiten sind, umso besser. Wer diese Flexibilität dem ÜNB bieten kann, stellt Regelleistung zur Verfügung. Vermarktet wird diese auf dem Regelleistungsmarkt. 

2. Wieso unterstützt das Bereitstellen von Regelleistung die Energiewende?

Aktuell liefern vor allem alte fossile Kraftwerke Regelleistung, die dafür immer mit einer gewissen 

Mindestleistung („Must-Run-Kapazität“) laufen müssen. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende ist es daher dringend erforderlich, dass die Netzstabilität auch durch Erneuerbare Energien wie Solarstromspeicher erbracht werden kann.

3. Arten von Regelleistung

Je schneller man Regelleistung erbringen kann, desto werthaltiger ist sie. Daher gibt es unterschiedliche Regelleistungsprodukte. Sogenannte Sekundärregelleistung, welche nach 5 Minuten bereitstehen soll, und Minutenreserve, die nach 15 Minuten zum Zug kommt, können dabei von eher trägen Einheiten erbracht werden. Für schnelle und leistungsstarke Stromspeicher bietet sich dagegen die wertvolle Primärregelleistung an, die innerhalb von wenigen Sekunden geliefert werden muss.

4. Entstehen Einschränkungen in der Speichernutzung?

Nein. Die Regelleistung beeinflusst den Ladezustand in der Regel weniger als 1% und tritt im Vergleich zu den deutlich größeren Eigenverbrauchslasten aus dem Haushalt kaum in Erscheinung. Die Eigenverbrauchs-versorgung wird grundsätzlich nicht beeinträchtigt. Nur wenn das Stromnetz in einem absolut kritischen Zustand ist, bekommt das Vermeiden eines Black-Outs erste Priorität, und die Eigenverbrauchsteuerung wird kurzzeitig übergangen. Dies geschieht jedoch äußerst selten.

5. Entstehen hierfür irgendwelche Kosten?

Nein, im Gegenteil. Sie werden am Erlös der Regelleistungsvermarktung beteiligt. Die Strombezüge und Stromlieferungen, die bei einer Erbringung von Regelleistung erfolgen, werden jedoch vom Verteilnetzbetreiber zuerst normal abgerechnet, da für seine Rechnung nur die Energiemengen relevant sind, die auf den Stromzählern abgelesen werden können. Ampard AG bzw. die Stromspeicherhersteller (z.B. FENECON GmbH & Co. KG) stattet Ihnen diese Kosten vollumfänglich zurück.

Quelle: Fenecon

6. Video zum Regelmarkt